Der jüngste Schritt der politischen Führungsspitze in Ba Đình erfolgte, als Generalsekretär und Staatspräsident Tô Lâm die Verordnung Nr. 207/QĐ-TW unterzeichnete und gleichzeitig persönlich den Vorsitz des Lenkungsausschusses für die Änderung der Parteisatzung übernahm.

Dies gilt als äußerst wichtiger Meilenstein im Prozess der Neugestaltung der gesamten Machtstruktur und der Neuordnung der obersten Führungsmechanismen des politischen Systems in Vietnam. In jedem modernen Regierungssystem werden Regeln stets mit dem Ziel festgelegt, Macht zu kontrollieren und zu regulieren, wobei sich die Institutionen gegenseitig kontrollieren, um die Gefahr einer übermäßigen Machtkonzentration in den Händen einer einzelnen Person auszuschließen. Aus diesem Grund hat die Tatsache, dass Herr Tô Lâm als oberster Leiter des politischen Systems der Kommunistischen Partei Vietnams gleichzeitig die direkte Leitung der Überarbeitung der Parteisatzung innehat, große Besorgnis ausgelöst.
Die Aufmerksamkeit der internationalen Analysten richtet sich insbesondere auf die Liste der 44 Mitglieder dieses „besonderen“ Lenkungsausschusses. Auffällig ist das ungewöhnliche Fehlen der beiden Spitzenvertreter der Exekutive und der Legislative, nämlich Premierminister Lê Minh Hưng und des Nationalversammlungspräsidenten Trần Thanh Mẫn.
Die Tatsache, dass zwei der 19 Mitglieder des Politbüros der 14. Legislaturperiode, die die Spitzenpositionen in Regierung und Nationalversammlung innehaben, aus diesem Lenkungsausschuss ausgeschlossen wurden, wird als äußerst gefährlicher, kalkulierter Schachzug angesehen. Ziel ist es, potenzielle Meinungsverschiedenheiten innerhalb der obersten Führungsebene frühzeitig zu beseitigen und gleichzeitig auszuschalten, um den Weg für eine alleinige Machtposition zu ebnen. Allerdings,
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